Was für uns umwerfend gestaltet ist, einen Hammereffekt mit Slides zeigt und mit stechenden Kontrasten das Wichtigste hervorhebt, ist für eingeschränkte Personen der Horror. Farbenblinde, Legasteniker, Autisten oder sehbehinderten Menschen bleibt der Zugang zu solchen Webseiten verwehrt.
Ein paar wenige Anpassungen schaffen dieser Barriere bereits Abhilfe.
Für die Wahrnehmung die Farbkontraste für eine gute Lesbarkeit wählen, Alternativtext für Bilder hinterlegen und Untertitel für die Audiobeschreibung von Videos erfassen.
Um die Bedienbarkeit zu verbessern, sollten alle Funktionen auf der Seite per Tastatur zu bedienen und eine Navigationshilfe für die leichtere Auffindbarkeit vorhanden sein. Blinkende Inhalte unbedingt vermeiden.
Lesbare und verständliche Texte sowie eine klare Navigation durch die Webseite. Für das Ausfüllen der Formulare eindeutige Bezeichnungen wählen.
Im technischen Bereich sind korrekte verfasste HTML-Elemente wichtig. Das responsive Design muss auf alle Engeräte angepasst sein.
Die Plattform Wave bietet einen kostenlosen Test für den Check der Webseiten an: https://wave.webaim.org/
Der Color Contrast Checker von Figma können die Farben auf der Seite geprüft werden. Mit ein paar wenigen Anpassungen der Nuancen wird die Seite für eine Sehbehinderte Person zugänglich. https://www.figma.com/color-contrast-checker/
In der EU sind barrierefreie Webseiten seit 2025 Pflicht und an klare Vorgaben gebunden. Für das Dienstleistungsangebot innerhalb der EU, was vorallem die Webshops betrifft, muss eine Webseite diesen Richtlinien entsprechen.
Die Grafikdesigner sind gefordert, um einen Kompromiss zwischen dem Corporate Identity und der Barrierefreiheit zu finden.
Die Belohnung: Eine digitale Barrierefreiheit trägt dazu bei, dass die Suchmaschinen die Inhalte besser erkennen und indexieren. Für die Reichweite einer Webseite ein wesentlicher Vorteil.
Regula Huber
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